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Wie entsteht Rost ?           Rostschutz           Tankversieglung           Motor reinigen          

Erlaubnis erteilt !

Kleines Moped, große Mühe: Der Weg zur neuen Betriebserlaubnis.

Mag die Technik noch so simpel sein - ein Moped ohne Betriebserlaubnis hat schon so manchem Restaurierer graue Haare wachsen lassen. Wir zeigen den richtigen Weg durch den Behördendschungel auf dem Weg zum Ersatzpapier.

30 Jahre lang stand die alte Quickly von Opa auf dem Boden, jetzt soll sie endlich restauriert und wieder auf die Straße gebracht werden. Oder Sie konnten auf der Veterama nicht diesem knallgelben Mobylette-Mofa wiederstehen, weil Sie mit genau so einem Ding vor 25 Jahren die Dorfstraßen unsicher gemacht haben. Aber leider fehlen sämtliche Papiere.

Was tun?

Im Gegensatz zu Autos und Motorrädern wird für zulassungsfreie Fahrzeuge (dazu gehören nach
§ 18 StVZO unter anderen Mofas, Mopeds, Kleinkrafträder, Krankenstühle, landwirtschaftliche Arbeitsgeräte und einachsige Zugmaschinen, die von Fußgängern geführt werden) kein Fahrzeugbrief und in der Regel auch kein Schein ausgegeben, sondern eine Betriebserlaubniskarte, die der Fahrer mitführen und bei Kontrollen vorzeigen muss. Geht diese Karte verloren, führt auch bei zulassungsfreien Fahrzeugen der erste Weg zur örtlichen Zulassungsstelle, die in einer Unbedenklichkeitsbescheinigung (ca. zehn Euro) bestätigt, dass die verloren gemeldete Betriebserlaubnis nicht etwa wegen technischer Mängel eingezogen und der Betrieb des Fahrzeugs verboten wurde. Nach eigenem Ermessen kann sie eventuell einen Eigentumsnachweis, zum Beispiel einen Kaufvertrag, verlangen.

Nach Vorlage dieser Unbedenklichkeitsbescheingung darf der Inhaber der ABE, also in der Regel der Fahrzeughersteller oder sein Importeur, eine „Zweitschrift" ausstellen, die dann anstelle des Originals mitgeführt wird. Fein raus ist also zum Beispiel der Besitzer einer alten Vespa, dessen Behördenmarathon hier schon zu Ende ist. Der deutsche Importeur Piaggio nimmt allerdings keine Anträge direkt entgegen, sondern verweist die Kunden an einen autorisierten Händler. Auch die Besitzer einer Herkules Prima können sich freuen: Sie bekommen ihre Zweitschrift bei Sachs (Nopitschstr. 70, 90441 Nürnberg, E-Mail: in-fo@sachs-bikes.de; ab 26 Euro), für viele Modelle der ehemaligen Zweiradunion gibt es zumindest noch technische Daten, die eine Einzelabnahme erleichtern. Naturgemäß haben Importeure nur Daten über die „deutschen" Modelle und geben sich oft zugeknöpft, wenn ein Fahrzeug über andere als die offiziellen Kanäle nach Deutschland gekommen ist.

Bei manchen Marken sind die Rechte, Zweitschriften auszufertigen, im Lauf derJahrzehnte verschlungene Wege gegangen. Hier können eventuell Markenclubs mit interessanten Adressen weiterhelfen. Kreidler-Fahrer zum Beispiel werden bei der Firma Scheidt in Dortmund fündig (Tel. 0231/211603; Internet: www.ruscheido.de; ab 20 Euro), Simson-Besitzer bekommen das begehrte Papier direkt vom Kraftfahrtbundesamt per Nachnahme zugesandt (ördestr. 16, 24944 Flensburg, Fax: 0461-3141786, Internet: www.kba.de; 23,34 Euro).

Bei den allermeisten ehemaligen Herstellern wird sich aber niemand mehr auftreiben lassen, der eine Zweitschrift ausstellen kann. Dann muss eine „Betriebserlaubnis im Einzelfall" her. Das Fahrzeug wird einer Technischen Prüfstelle vorgeführt (im Westen im Regelfall beim TÜV, im Osten bei der Dekra) und nach § 21 StVZO begutachtet („Vollabnahme"). Die großen Prüfstellen haben zwar fast alle Datensätze der erteilten ABEs gespeichert oder können sie beim KBA anfordern, doch die Kosten der Abnahme werden nach Aufwand berechnet. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Kopie einer ABE oder die Betriebserlaubniskarte eines identischen Fahrzeugs mitzubringen.

Auch wer im Vorfeld beim KBA die ABE-Nummer erfragt, erspart seinem Prüfer wertvolle Zeit beim Heraussuchen der Unterlagen. Wichtig: Bei eine Anfrage in Flensburg nicht den Begriff „Datenblatt" verwenden, bei zulassungsfreien Fahrzeugen sprechen die dortigen Fachleute vom „Abdruck der Genehmigung".

Frank Stegemann, Prüfingenieur und Kreidler-Sammler (www.kreidler-museum.de), der uns beim Weg durch das Behördendickicht unter die Arme gegriffen hat, ergänzt aus eigener Erfahrung: „Wenn man keine Daten hat, sollte man sich ein paar Tage vorher anmelden, um dem Sachverständigen genug Zeit zu geben." Auch hier gilt: Manchmal tauchen brauchbare Daten an unvermuteter Stelle auf. So liegen zum Beispiel bei Yamaha Motor Deutschland (Homologationsabteilung, Hansemannstr. 12, 41468 Neuss, Tel.: 02131/20130, E-Mail: in-fo@yamaha-motor.de) die Homologationsunterlagen für Velosolex und Motobecane (Mo-bylette) ab den sechziger Jahren vor. Kopien werden sogar ohne Berechnung abgegeben (Kaffeekasse dankt!).

Fahrräder mit Hilfsmotor, die vor dem 1. Januar 1957 erstmals in den Verkehr gekommen sind, benötigen übrigens laut § 18, Abs. 3 der StVZO gar keine Betriebserlaubnis! Doch freuen Sie sich nicht zu früh: Bei diesen Fahrzeugen müssen Sie eine Betriebserlaubnis für den Motor mitführen! Bei der Vollabnahme wird heute zumeist ein Gutachten für das komplette Fahrzeug erstellt, auf Wunsch aber auch nur für den Motor - wenn der Besitzer zum Beispiel einen Lohmann-Motoran mehreren Fahrradrahmen betreiben möchte.

Hat man das Gutachten in der Hand, führt der letzte Weg wieder zur Zulassungsstelle. Die versieht das Papier mit dem Stempel „Betriebserlaubnis erteilt", und damit hat der gestresste Mofa oder Moped-Besitzer ein Dokument in der Hand, das nach § 18, Abs. 5 der StVZO die originale Betriebserlaubniskarte ersetzt. Frank Stegemann: „Gelegentlich kommt es vor, das jemand vergisst, sich diesen Stempel zu holen. Doch Vorsicht: er ist dann ohne Betriebserlaubnis unterwegs! Ganz dringend warnen möchte ich auch vor so genannten Blanko- ABEs ohne Fahrgestellnurnmer, die auf Veteranenmärkten oder über Internet angeboten werden." Diese Papiere sind zumeist schlichte, auf Pappe gezogene Kopien, deren Anbieter eventuell vom Rechteinhaber verfolgt werden. Wer auf diesem Weg ein paar Euro sparen will, sollte bedenken: Urkundenfälschung und Fahren ohne ABE sind keine Kavaliersdelikte und können richtig teuer werden. Genauso risikoreich ist es, kurzerhand die Fahrgestellnurnmer am Fahrzeug einer irgendwie besorgten ABE anzugleichen.

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Wie entsteht Rost

Wieso entsteht Rost und was kann man dagegen tun ? Auch wenn es auf den ersten Blick klar erscheint, warum Blech rostet, lohnt es sich, sich genauer Gedanken über die Rostentstehung zu machen, um darauf hin sein Fahrzeug effektiv zu konservieren. Abgesehen von "Kleinigkeiten" wie Kratzern, Steinschlagschäden oder schlecht gepflegten Lacken, setzen Fahrzeuge am häufigsten Rost in Hohlräumen und in Falzen an. An diesen Stellen dringt Wasser ein und der entstehende Rost kann den zähen Schutzanstrich großzügig unterwandern. Die meisten Schäden rühren aber daher, dass Fahrzeuge in der Regel von Innen nach Außen durchrosten, bzw. von dort, wo sich über längere Zeit Wasser und Schmutz sammeln kann. Einmal liegt das an den verwendeten (bzw. eben nicht verwendeten) relativ schlechten Materialien, die nicht ausreichend schützen können, andererseits aber auch an der Kondensierung der Luftfeuchtigkeit in Hohlräumen. Immer wenn die Temperatur sinkt gibt die Luft Feuchtigkeit ab, die sich dann an den Blechen niederschlägt (kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme, also bleibt bei Temperaturrückgang Wasser „übrig"). Somit sind Hohlräume häufig nass, das Wasser sammelt sich bevorzugt in Blechspalten (Falzen) und in versteckten Winkeln, aus denen es nicht ablaufen kann. Dieser Umstand allein wäre noch nicht so tragisch, sonst würde ja auch das Blech außen rosten aber durch Abgase in der Luft kommen auch „Salze" mit in den Hohlraum, die sich mit dem Wasser zu aggressiven Säuren verbinden. Außen am Fahrzeug werden diese regelmäßig abgewaschen, im Hohlraum aber verdunstet das Wasser (bei Temperaturanstieg) und die Säuren bleiben übrig bzw. vermehren sich beim „nächsten Durchgang" und greifen das Blech an (in sofern kann es sogar sinnvoll sein Hohlräume hin und wieder mit Wasser gründlich auszuspülen). Zum Schutz (vom Hersteller) eingebrachte Lacke und sonstige Konservierungsmaßnahmen können natürlich nur helfen wenn sie auch in die entferntesten Winkel (hier vor allem Blechspalten, u.s.w. gelangen und alterungsbeständig sind, das heißt mit zunehmendem Alter keine Risse in der Beschichtung bekommen, wie es leider oft bei „billigen" Wachsen der Fall ist. Womit wir dann auch schon bei den Rostkonservierungsmaßnahmen wären: Generell ist es kaum möglich zu sagen welches Produkt sich für welche Aufgabe am besten eignet. Viel mehr kommt es darauf an, welche Möglichkeiten zur Verarbeitung genutzt werden können bzw. was mit dem Produkt bezweckt werden soll und welche Beschichtungen evtl. noch folgen.


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Rostsschutz

Die beste Erfahrung habe ich mit Fertan gemacht, wobei man sich genau an die Gebrauchsanweisung halten muss. Mit einer Bürste, einem Wasserstrahl oder anderen Hilfsmitteln, den Zunder oder oberflächigen Rost entfernen. Dann Fertan auftragen am besten mit einem Pinsel oder im Sprühverfahren. Fertan wirkt ausgezeichnet bei feuchten Flächen oder in feuchter Umgebung, zum Beispiel bei Regen oder dem Vorhandensein von Kondenswasser. Bei trockenen Wetterverhältnissen muß darauf geachtet werden, daß die mit Fertan behandelten Stellen feucht bleiben. Fertan kann so schon in wenigen Stunden wirken. Es ist jedoch empfehlenswert, mindestens 48 Stunden abzuwarten und dann zu prüfen, ob der Rost sich ganz in eine schwarze, kompakte Schicht verwandelt hat. Das mit Fertan behandelte Metall kann so auch mehrere Wochen auf die nachfolgende Lackierung oder Schutzschicht warten. Vor der Lackierung sollte die Oberfläche mit einem Wasserstrahl gereinigt werden oder der schwarze Staub, der sich durch die Konversion gebildet hat, mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Letzteres kann vermieden werden, indem man das behandelte Material im Freien lagern lässt. Die so behandelte Oberfläche kann mit allen Rostschutzmitteln lackiert werden. Fertan ist ebenfalls geeignet für Wartungsarbeiten an rostbefallenen Stellen, die bereits vorher lackiert waren. Bei hellen Lacken müssen eventuelle Tropfen Fertan von der gestrichenen Fläche binnen 1 Stunde nach der Behandlung entfernt werden, da sonst dunkle Flecken entstehen können. Dies kann einfach mit einem feuchten Tuch erfolgen.

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Tankversieglung

Egal ob ein Tank entrostet werden soll, oder nur mit einer benzinfesten Farbe dauerhaft vor Rost geschützt werden soll. Der erste Schritt ist immer eine gründliche Reinigung. Kraftstoffreste, Ölreste und Ablagerungen müssen gründlich entfernt werden. Hierzu eignen sich in harmlosen Fällen so genannte Kaltreiniger oder Motorreiniger, eventuell auch ein guter Haushaltsreiniger. Anschließend sollte man Groben Rost zuerst entfernen, indem man Splitt, Glasscherben o.ä. in den Tank füllt und durch Schütteln oder Bewegen am bessten geht dies, wenn man den Tank gut in Wolldecken oder Schaumstoff einpackt und ihn für mehrere Stunden (je nach Rostbefall) in einer Betonmaschine laufen lässt. Erst jetzt kann die eigentliche Tankversiegelung erfolgen um den Tank in Zukunft vor neuem Rostansatz zu schützen sollte man den Tank innen erst mit Fertan behandeln. Fertan in den Tank einfüllen und gut schütteln das auch alle Flächen erreicht werden. (Unbedingt die Gebrauchsanleitung beachten). Nach frühestens 48 Stunden den Tank gut mit Wasser ausspülen und trocknen lassen. So bald der Tank trocken ist kann mit der Versieglung begonnen werden, hierfür wird die Farbe in den Tank eingefüllt. Nun wird der Tank solange geschüttelt und gedreht bis die Farbe alle Flächen im Tank erreicht hat. Jetzt wird die überflüssige Farbe aus dem Tank entnommen und die Versieglung antrocknen lassen. Danach kann man diesen Vorgang wiederholen um sicher zu stellen das auch alle Flächen innen beschichtet sind. Anschließend lässt man den Tank mindestens eine Woche trocknen bevor man ihn mit Benzin befüllt. Einen guten Tanklack gibt es von Fertan den ich auch verwende.


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Motor reinigen

Verschmutzte Motoren lassen sich sehr gut mit einem handelsüblichen Backofen Spray wieder säubern, einfach den Motor mit dem Backofen Spray einsprühen und einige Zeit einwirken lassen, anschließend mit lauwarmem Wasser und einer Wurzelbürste gut abwaschen. Bei stark verschmutzten teilen kann es vorkommen das man den Vorgang wiederholen muss. Bei kalten Motoren sollte man das Spray ca. 3 Stunden einwirken lassen. Besser geht es, wenn man die Möglichkeit hat den Motor vor dem reinigen auf ca. 50 Grad zu erhitzen, (entweder in einem alten Backofen oder bei eingebauten Motoren durch Warmfahren). Backofen Spray ist im Supermarkt schon für 0,99 Euro zu haben und somit eine günstige Möglichkeit einen Motor zu reinigen.

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